Tod durch das Coronavirus oder verhungern?


Indiens Premierminister Modi hat bereits am 24. März eine „Strenge Ausgangssperre“ über die 1,37 Mrd. Einwohner Indiens angeordnet, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige Inder*innen mit dem Coronavirus infiziert hatten. Der zunächst bis zum 03. Mai geltende Lockdown wurde bis 17. Mai verlängert. Modi war sich wohl offensichtlich bewusst, dass eine schnelle Ausbreitung des Virus durch die sehr dicht und zum Großteil in drei Generation zusammenlebende Bevölkerung nicht anders in Grenzen gehalten werden kann. Das Gesundheitssystem ist überhaupt nicht auf einen größeren Ausbruch vorbereitet, deshalb wären die Folgen katastrophal.

Die meisten Inder*innen habe ich als sehr diszipliniert erlebt. In den Schulen, aber auch Ende 2016, als von heute auf morgen die 500 und 1.000 Rupien Scheine als Anti-Korruptionsmaßnahme ungültig wurden. Die Geldausgabeautomaten mussten technisch umgestellt werden und die Banken konnten dem Massenansturm nicht gewappnet sein. Für etwa zwei Woche gab es somit gar kein Geld oder die Menschen mussten sehr lange geduldig und oftmals erfolglos in Schlangen anstehen. Ich „durfte“ es persönlich miterleben.

Die bisherigen offiziellen Daten geben Modi Recht: 46.604 infizierte, 12.948 genesene und 1.573 verstorbene Menschen sind für die fast 1,4 Mrd. Inder*innen eine verschwinden geringe Zahl (Stand: 05.05.2020 / 15:00 Ortszeit, Quelle: www.covid19india.org). Natürlich wird es eine sehr hohe Dunkelziffer geben, sie aber in Zahlen ausdrücken ist schlicht unmöglich. Die Ausgangssperre bringt insbesondere für die arme Bevölkerungsschicht ganz andere und große Probleme mit sich und viele fragen sich: was ist besser, vielleicht am Coronavirus zu sterben oder verhungern?

Die meisten der Armen sind ja Tagelöhner, verdienen eh sehr wenig und konnten in „guten Zeiten“ keine Rücklagen bilden. Das öffentliche Leben findet noch weniger statt wie bei uns und z.B. wurde die Erntetätigkeit verboten. Das heißt sie dürfen überwiegend nicht mehr arbeiten und verdienen gar nichts mehr. Wie sollen sie da ihre Familie in diesen fast 8 Wochen ernähren? Die Regierung hat kostenlos Pakete im Rahmen des größten staatlichen Lebensmittelverteilungsprogramms der Welt verteilt. Eine organisatorische Meisterleistung! Doch ausreichend kann diese Hilfsaktion nicht sein.

Viele nationale und internationale Organisationen stehen erfreulicherweise mit eigenen Hilfsaktionen den Hungernden bei. So auch die Jesus-Mary-Joseph-Schwestern, unsere langjährige Projektpartnerinnen. Sie haben Reis, Gemüse u.ä. eingekauft, verpackt und an die Bedürftigen verteilt. Mit Nasen-Mund-Schutz und gebührenden Abstand natürlich. Wir zollen dem großen Engagement der Schwestern hohen Respekt, wir möchten sie aber auch finanziell unterstützen und bitten Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Ihren kleinen Beitrag.

Eine 4- bis 5-köpfige Familie benötigt in 2 Wochen zum Essen etwa 14 kg Reis, 7 kg Weizenmehl, 2,8 kg Linsen und 1,5 kg Rote Bohnen, Zwiebel usw. sowie Hygieneartikel (Seifen, Shampoo) und je 3 Masken. Gesamtkosten etwa 1.650/- Rs. bzw. nur 20 Euro. Bitte gönnen Sie einer Familie für die nächsten 14 Tage eine ausgewogene und nahrhafte Verpflegung und tragen Sie dazu bei, dass eine Familie die Hygienevorschriften einhalten kann, um das Virus nicht weiter zu verbreiten.

Bitte spenden Sie 20,00 Euro auf unser Konto DE55 6005 0101 0008 6699 93 und „helfen Sie helfen“. Vielen Dank!

Oder ganz einfach direkt spenden über Paypal:

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Zur Unterstützung unserer Ziele bitten wir um einmalige oder regelmäßige Spenden, die garantiert zu 100 % weitergeleitet werden.

Falls gewünscht, ein bestimmtes Projekt in das Nachrichtenfeld eintragen. Mit Name & Adresse können wir am Jahresende eine Spendenbescheinigung ausstellen.

 

Reiner Schmid (info@asha-varadhi.de / 07024 468496)

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