Indienreise 2020 – Teil 2


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Vom Straßenkinderheim „Sneha Sadan“ in Hyderabad fahren wir in das etwa 100 km südlich liegende Mahabubnagar. Dort ist u.a. das „Wholeness Center“, das im August 2014 eröffnet wurde und von Sr. Dr. Swapna geleitet wird. Dies hat direkt mit unseren Projekten nichts zu tun. Trotzdem möchte ich darüber berichten und auch etwas Werbung machen.

Mein Tag beginnt um 05:30 Uhr. Als erstes trinke ich einen halben Liter warmes Wasser und lasse mir danach 40 Minuten lang auf einer automatischen Thermal-Massageliege die Wirbelsäule vom Nacken bis zum Steißbein massieren. Es folgt ein weiteres Getränk: heißer Limonensaft mit etwas Honig. Anschließend bringe ich meinen Körper auf dem Laufband ins schwitzen. Mindestens 30 Minuten, meist 1 Stunde, aber auch fast 1 ½ Stunden. Die Geschwindigkeit und die Bergauf-Stufe kann ich selbst bestimmen. Wieder folgt ein Getränk, manchmal richtig gut, wie z.B. ein Apfelfruchtsaft oder Orangensaft, manchmal weniger gut wie Gurken- oder Karottensaft. Alle Säfte werden frisch mit dem Mixer zubereitet und ich bekomme sie über den ganzen Tag verteilt. Weil ich sehr diszipliniert bin, meint es Swapna gut und macht mir zur Belohnung ab und zu auch eine Tasse schwarzen Kaffee.

Endlich darf ich mich duschen, natürlich mit Wasser aus einem großen Eimer, das ich mit einem kleinen Eimer über mich gieße. Macht echt Spaß. Nach Pausen von etwa 1 bis 1 ½ Stunden folgen bis gegen 15:00 Uhr verschiedene Anwendungen. Allgemeine Akkupunktur mit 15 Nadeln, kalt-nasse Wickel um Bauch, Brust und Füße oder Ölmassagen mit anschließendem Kräuter-Dampfbad in einer kleinen Kabine. Toll finde ich, dass der Kopf in der frischen Luft bleibt und ich fühle mich danach wie neu geboren.

Gegen 16:00 Uhr, wenn die Sonne nicht mehr so stark brennt, mache ich einen längeren Spaziergang oder gehe auf die Dachterrasse und fotografiere auf in nahestehenden Bäumen oder auf Elektroleitungen sitzende Vögel. Es gibt wunderschöne Exemplare, die man hier in Deutschland nicht zu Gesicht bekommt. Ansonsten finde ich genügend Zeit ein Buch zu lesen und völlig zu entschleunigen.

Wann immer ich Lust habe, kann ich auch in die „Muckibude“ und auf verschiedene Weise Gewichte stemmen.

Um 19:00 Uhr ist es dann soweit: ich bekomme die erste und einzige feste Mahlzeit am Tag, vegetarisch natürlich. Mein Lieblingsgericht ist „Onion Dosa“ (eine Art Pfannkuchen aus fermentiertem Reis) mit einem Chutney aus Tomaten, Zwiebeln und roten Chilis. 

Bald nach dem Essen folgt auch schon die Nachtruhe und man kann entweder früh schlafen gehen oder (mit einer sehr billigen Prepaidkarte) im Internet surfen.

Das Wholeness Center auf Basis der Naturheilkunde hat insgesamt acht Betten in vier Zimmern, grundsätzlich getrennt nach Damen und Herren. Eine Woche inklusive aller geschilderten Leistungen, nur eine Darmreinigung wird extra berechnet, kostet im Doppelzimmer 15,000/- Rs. bzw. 20,000/- Rs. im Einzelzimmer (195 bzw. 260 Euro, je nach Wechselkurs).

Fazit: mir haben die 20 Tage im Wholeness Center sehr gutgetan und ich werde auf jeden Fall wieder mind. zwei Wochen dort verbringen. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass es keinen großartigen Luxus gibt, dafür einen sehr familiären Anschluss zu den Schwestern und der Nachbarschaft.

Bitte kommen Sie bei Interesse unverbindlich auf mich zu. Sehr gerne werde ich über weitere Details berichten und Ihnen auch Fotos zeigen.

Reiner Schmid (reiner.schmid@asha-varadhi.de oder Tel. 468496) 

 

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