Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass Mitte Juli Maharshi, den wir seit seiner ersten Klasse im Rahmen einer Patenschaft begleiten und unterstützen durften, im Alter von nur 23 Jahren verstorben ist.
Seine Schwester Mahala schilderte uns die letzten Wochen seines Lebens – Wochen voller Hoffnung, Angst und unvorstellbarer Belastungen für die ganze Familie.
Etwa zwei Wochen vor Ostern erkrankte Maharshi an einer schweren Lungenentzündung und wurde im Krankenhaus in Kurnool behandelt. Während der Untersuchungen stellten die Ärzte zusätzlich einen Hirntumor fest und rieten der Familie dringend zu einer sofortigen Operation. Seine Eltern brachten ihn daraufhin in das NIMHANS-Krankenhaus in Bangalore. Doch dort begann ein langer und schmerzhafter Weg: Wegen fehlender Betten musste Maharshi zunächst warten. Erst zwei bis drei Wochen später konnte er aufgenommen werden.
Es folgten zahlreiche Untersuchungen, die sich über weitere zwei bis drei Wochen hinzogen. Als schließlich die Operation begann, stellten die Chirurgen fest, dass der Tumor stark mit Blut gefüllt war und bereits bei kleinsten Berührungen heftig blutete. Aus Sorge um sein Leben mussten sie den Eingriff abbrechen und die Wunde wieder verschließen. Ein erneuter Operationsversuch am nächsten Tag endete ebenso – erneut verhinderten lebensbedrohliche Blutungen die Entfernung des Tumors.
Nach den Operationen erwachte Maharshi nicht mehr. Zehn Tage lang kämpfte er bewusstlos auf der Intensivstation um sein Leben. Schließlich mussten die Ärzte der Familie die erschütternde Nachricht überbringen, dass es zu schweren Blutungen im Gehirn und an weiteren Stellen des Körpers gekommen war. Sein Zustand war aussichtslos. Am darauffolgenden Nachmittag verlor Maharshi seinen letzten Kampf.
Für seine Eltern ist dieser Verlust kaum in Worte zu fassen. Innerhalb von nur fünf Jahren haben sie ihren zweiten Sohn verloren. Bereits 2021 starb Matthew an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Nun müssen sie erneut den Schmerz ertragen, ein geliebtes Kind zu Grabe zu tragen.
Zu dieser unermesslichen Trauer kommt eine enorme finanzielle Belastung. Um Maharshi jede nur mögliche medizinische Behandlung zu ermöglichen, verschuldete sich die Familie erheblich. Allein die täglichen Untersuchungen im Krankenhaus kosteten über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen zwischen 3.000 und 8.000 Rupien (etwa 28 bis 74 Euro) pro Tag – für eine indische Familie eine kaum zu bewältigende Summe.
Wir möchten diese Familie in ihrer schwersten Zeit nicht allein lassen. Den Verlust ihrer beiden Söhne kann niemand ersetzen. Doch wir können gemeinsam dazu beitragen, wenigstens einen Teil ihrer finanziellen Last zu tragen und ihnen zu zeigen, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind. Wir möchten auch verhindern, dass Mahala ihr Pharmazie Studium (B. Pharm.) im zweiten Jahr aus finanziellen Gründen abbrechen muss.
Deshalb bitten wir Sie von Herzen: Helfen Sie mit Ihrer Spende. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – schenkt der Familie Hoffnung und entlastet sie in dieser schweren Zeit.
Spendenkonto – IBAN: DE37 6115 0020 0103 4835 31

Im Namen unseres Teams und der Familie danken wir Ihnen von Herzen für Ihre Anteilnahme, Ihre Empathie und Ihre Unterstützung.
Reiner Schmid


